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Gemeinsam Verantwortung übernehmen


Nina Herter

„Gemeinsam Verantwortung übernehmen“


Die IHK Siegen lebt auch und gerade vom unermüdlichen Einsatz der vielen ehrenamtlich Aktiven im Kammerbezirk. Rund 1.500 Menschen aus Firmen und Berufsschulen in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe bringen sich in den unterschiedlichsten Bereichen ein, um die Arbeit der IHK zu unterstützen. Eine von ihnen ist Nina Herter, Leitung Personalentwicklung bei der SIEGENIA GRUPPE

 

Frau Herter, welche Ehrenämter nehmen Sie im IHK-Kontext wahr?

Seit Sommer 2022 bin ich Mitglied im Prüfungsausschuss für Industriekaufleute. Anfangs als Ersatzmitglied, mittlerweile als fester Bestandteil. Im selben Sommer wurde ich zum Mitglied im Berufsbildungsausschuss ernannt. Ganz frisch und noch ohne Einsatz, bin ich im Juli 2025 als Vertreterin der Arbeitgeber zum Mitglied in den Schlichtungsausschuss der IHK Siegen berufen worden.

Was motiviert Sie, sich ehrenamtlich zu engagieren?

Mich motiviert vor allem, aktiv zur Weiterentwicklung unseres Wirtschaftsstandorts und zur Qualität der beruflichen Bildung beizutragen. Durch mein Engagement im Berufsbildungs- und im Prüfungsausschuss kann ich mein Fachwissen einbringen, jungen Menschen Chancen eröffnen und für praxisnahe Ausbildungsstandards sorgen. Im Schlichtungsausschuss reizt mich besonders, Verantwortung für faire und lösungsorientierte Prozesse zu übernehmen. Das Ehrenamt bietet mir die Möglichkeit, mitzugestalten, Erfahrungen weiterzugeben und gemeinsam Verantwortung für die Zukunft unserer Region zu übernehmen.

Wie hoch ist der zeitliche Aufwand, der mit diesen ehrenamtlichen Aufgaben einhergeht?

Der zeitliche Aufwand ist gut planbar. Die Treffen des Berufsbildungsausschusses finden drei- bis viermal im Jahr statt und dauern circa drei Stunden. Eine nennenswerte Vor- oder Nachbereitung der Treffen ist für mich nicht notwendig. Da die Termine frühzeitig bekanntgegeben werden, können sie gut in den Berufsalltag integriert werden. Etwas zeitintensiver ist das Ehrenamt im Prüfungsausschuss. In der Regel fallen für mich vier ganze Arbeitstage pro Jahr als Prüfungstage an. Zudem ist eine fundierte Vorbereitung auf die anstehenden Prüfungen notwendig. Wir als Prüfungsausschuss legen die Prüfungstermine gemeinsam mit der IHK fest; somit sind auch diese Tage gut mit der beruflichen Tätigkeit vereinbar.

Sie sprachen Ihr Mitwirken im Berufsbildungsausschuss an. Was kann dieses Gremium mit seiner Arbeit konkret in der Praxis bewirken?

Die Arbeit des Berufsbildungsausschusses wirkt unmittelbar in die Praxis der beruflichen Bildung hinein. Hier werden Weichen für die Qualität und Weiterentwicklung von Ausbildungsordnungen, Prüfungsstandards und Fördermaßnahmen gestellt. Dadurch sichern wir, dass Auszubildende bestmöglich auf die Anforderungen der Wirtschaft vorbereitet sind und Betriebe zugleich qualifizierte Fachkräfte gewinnen. So verbindet das Gremium die Interessen von Unternehmen, Auszubildenden und Gesellschaft und trägt nachhaltig zur Fachkräftesicherung bei.