Ich habe mich während meiner aktiven Zeit als Unternehmerin unter anderem branchenspezifisch eingebracht – in unserem Verband des Technischen Handels in Düsseldorf. Darüber hinaus bin ich seit vielen Jahren ehrenamtliche Handelsrichterin am Landgericht in Siegen. Auch die Bürgerstiftung Wilnsdorf liegt mir sehr am Herzen, hier bin ich ebenfalls engagiert. Über mehrere Wahlperioden hinweg war ich Mitglied der IHK-Vollversammlung. Diese Tätigkeit hat mir wirklich viel gebracht – und zwar auf verschiedenen Ebenen.
Zunächst einmal finde ich es sehr wichtig, dass sich die Unternehmen Gehör verschaffen. Als „Stimme der Wirtschaft“ ist die Vollversammlung ein zentrales Gremium, wenn es darum geht, die Interessen der Betriebe branchenübergreifend zu bündeln und dann einen gemeinsamen Standpunkt zu erarbeiten, der unterm Strich nach Möglichkeit an politische Entscheidungsträger weitergegeben wird. Denn genau darum geht es aus meiner Sicht: Die aktive Wirtschaft muss sich einklinken: Sie muss darauf aufmerksam machen, wie wichtig politische Rahmenbedingungen für erfolgreiches Unternehmertum sind – von bezahlbarer Energie bis zur Eindämmung überbordender Bürokratie. Im Bund und natürlich auch auf EU-Ebene werden leider allzu oft Entscheidungen getroffen, bei denen die Interessen der Unternehmen zu wenig Berücksichtigung finden. Hier dürfen wir alle nicht müde werden, für die Belange der Wirtschaft einzustehen. Aber auch ich persönlich habe enorm von der Mitgliedschaft in der Vollversammlung profitiert.
Sehr bedeutsam für mich war immer der Erfahrungsaustausch mit Unternehmen – gerade auch aus anderen Branchen. So können Netzwerke aufgebaut werden; man lernt andere Menschen und deren Perspektiven kennen und nimmt immer wieder spannende Impulse für die Arbeit im eigenen Betrieb mit. Und nicht zu vergessen die spannenden Referenten im Anschluss an jede Sitzung, die mit ihren Vorträgen einen echten Mehrwert bringen. Solche Momente erweitern den Horizont ungemein. All das würde man als Unternehmer nicht haben, wenn man „nur“ an seinem Schreibtisch säße.
Sehr gut! Es finden pro Jahr zwei Vollversammlungssitzungen statt – ein Zeitaufwand, der wirklich sinnvoll investiert ist. Dafür bekommt man so viel mehr zurück! Sich für einen Platz in der Vollversammlung zu bewerben, kann ich allen heimischen Unternehmern wärmstens empfehlen. Die Sache ist es wert!